4. Spieltag Regio Nord-Ost – USV Potsdam

Potsdam – Netzhoppers Königs Wusterhausen II mussten am vergangenen Samstag (06.10.2007) nach ihrer 0:3-Auswärtspleite in Wittenberg vor zwei Wochen erneut einen Heimsieg des Gegners hinnehmen. Beim USV Potsdam unterlag das Team von Trainer Bernd Düsing vor knapp 100 Zuschauern in der Heinrich-Mann-Allee ebenfalls mit 0:3 Sätzen (18:25, 20:25, 15:25) in 77 Minuten reiner Spielzeit. Damit rangiert das Team weiter im Mittelfeld der Regionalliga Nordost.

Dabei war das Team beim Abschlusstraining in der KW’er Paul-Dinter-Halle am Nachmittag eigentlich guter Dinge für die bevorstehende Aufgabe. Die Anreise nach Potsdam verzögerte sich dennoch ein wenig aufgrund der Vielzahl der politisch- gegensätzlichen Interessenvertreter in KW und der erhöhten Präsenz unserer Freunde und Helfer, die uns freundlich entgegengesetzt durch Einbahnstraßen schickten und uns nicht so recht durch die KW’er Innenstadt halfen wollten. Wie dem auch sei, in Potsdam angekommen sah das Team noch den fünften Satz im Zweitligaspiel der Damen zwischen dem SC Potsdam und NA Hamburg (16:18 aus Potsdamer Sicht nach drei Matchbällen!).

Egal: Kopf frei bekommen, umziehen und aufwärmen. Rein optisch hatten Netzhoppers das Spiel nach dem Einschlagen bereits gewonnen – der USV, unter anderem mit den Ex-Netzhoppern Ronny und Piet Karohs bestückt, erwies sich jedoch zurecht als Favorit in diesem Match. Netzhoppers starteten mit Tim Burwitz als Libero, Daniel Heinecke und Christian Wilk im Mittelblock, Tom Liedtke und Tobias Helbig auf Außen, Mirko Steinbrecher im Zuspiel und Martin Schulze als Diagonalspieler.

Anfangs sah auch alles gar nicht so übel aus: Netzhoppers vermeiden weitestgehend eigene Fehler und können sich im K1 (eigene Annahme) stets gegen den Block der Gäste durchsetzen. Somit bleibt das Spiel ausgeglichen, es beginnt jedoch auf eher mäßigem Regionalliganiveau – 13:13 der Zwischenstand. Dann allerdings kommen die Fehler bei KW: Daniel Heinecke platziert zwei Aufsteiger undenkbar knapp neben dem Feld, Tom Liedtke verschlägt ebenso – Auszeit bei 13:16. An der Annahmeleistung lag es jedenfalls nicht, dass KW den Ball nicht im Feld des Gegners unterbringen konnte – die Angreifer machten einfach keinen Ball “tot”. Zudem erwiesen sich die Gastgeber als abwehrstark, so dass auch die langen Ballwechsel an den USV gingen: Beim 13:20 (!) gelingt Netzhoppers erst der Anschluss, doch es ist natürlich viel zu spät, um im ersten Abschnitt noch etwas zu reißen – 18:25.

Zweiter Satz: Die Enttäuschung war den Spielern in der Satzpause schon etwas anzusehen. Düsing brachte Erik Freitag für Martin Schulze, der im ersten Set nach gutem Beginn jedoch blass blieb. Freitag hingegen vermied zunächst Fehler im Angriff und machte alsbald auch wichtige (Block-)Punkte zum zwischenzeitlichen Ausgleich sowie zur 8:7-Führung. Netzhoppers können sich jedoch nicht vom Gegner absetzen und schwächen sich selbst immer wieder mit relativ vielen Aufgabenfehlern. Zudem haben nun auch die Außenangreifer zunehmend Probleme, die Pässe von Mirko Steinbrecher irgendwie in direkte Punkte umzuwandeln. So nimmt Düsing bei 12:15 und 15:19 seine beiden Auszeiten, um die Mannschaft noch einmal neu zu motivieren. Das klappt auch ganz gut – plötzlich ist man auf 20:23 heran, ehe der USV kompromisslos den Sack zumacht – 20:25.

Ratlosigkeit. Unschlagbar schien der Gegner ganz sicher nicht. Thomas Schulze kommt zu Beginn des dritten Satzes für Tom Liedtke ins Team, dieser landet jedoch ebenso schnell auf den Tatsachen, wie seine geblockten Angriffsversuche. Netzhoppers agieren zu ängstlich, einzig Tobias Helbig hat mit der Brechstange vereinzelt Erfolg im Angriff – 6:10. So kommt Liedtke bei 7:13 zurück in die Partie, die jedoch zu diesem Zeitpunkt längst entschieden ist. Um es kurz zu machen: 10:18, 14:21, 15:25.

Viel Arbeit steht bevor, zunächst sind in der Regionalliga (zum Glück!) erst einmal drei Wochen spielfrei, ehe Netzhoppers beim VfK Südwest Berlin antreten. Dennoch ist man nach vier Spielen mit 2 Siegen und 2 Niederlagen in der Regionalliga angekommen und weiß jetzt in etwa, wie der Wind weht! Tabellenplatz 6 ist in Ordnung, dennoch wird sich das Team steigern müssen, um langfristig Erfolg zu haben.

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