Sieg und Niederlage für Netzhoppers II

Schöneiche – Am 08.11.2008 konnten Netzhoppers II mit einem 3:2 Sieg gegen Schöneiche II zwei wichtige Punkte sammeln. Das zweite Spiel des Tages verlor man gegen den Tabellenführer VFH Potsdam mit 1:3 und nahm dabei dem Team aus der Landeshauptstadt den ersten dritten Satz im Verlaufe der Saison ab. Damit rangieren Netzhoppers nach dem Spieltag mit 6:10 Punkten auf Platz 6.

Das der Spieltag jedoch mit einem so wichtigen Sieg gegen Schöneiche ausgehen würde, davon war man um 09:30 Uhr noch weit entfernt. Zum vereinbarten Treffpunkt erschienen alle spielfähigen Spieler pünktlich, bis auf Paul Hofmann. Tief und fest schlummerte dieser bis 10:10 Uhr. Damit fand das erste Spiel ohne den etatmäßigen Außenangreifer statt. Damit blieb Spielertrainer Wilki nichts anderes übrig als auf das gute alte „4-2″ System umzustellen.

Der erste Satz lief dann auch dementsprechend, KW kam überhaupt nicht ins Spiel und kassierte einen Punkt nach dem anderen. Nach nur 18 Minuten machte Schöneiche dem Spuk ein Ende und ging nach 25:16 mit 1:0 nach Sätzen in Führung. Nachdem man sich an die Situation mit einem angreifenden Zuspieler gewöhnt hatte, klappte das Zusammenspiel besser. Im zweiten Satz konnte KW gleich zwei Schippen drauf legen und Schöneiche mehr und mehr kontrollieren. Die stundenlangen stupiden Annahmeübungen im Training zeigten Wirkung und KW konnte ein variables Angriffsspiel aufbauen, verdient ging also Satz 2 mit 25:18 an KW.

Jetzt entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Satz 3 blieb bis zum 17:18 aus KWer Sicht ausgeglichen, doch dann ohne Vorankündigung ein Bruch im Spiel. 18:22, 19:24 – der Satz schien gelaufen. Doch dann schritt Daniel Hastreiter zur Aufgabe – eine nach der anderen gefährlichen Flatteraufgabe erreichte das Schöneicher Feld und zwang den Gegner bei 24:22 zur Auszeit. KW schaffte den Ausgleich, konnte dann aber nach einem umkämpften Abwehrball den Angriff zum 25:24 nicht nutzen. Den anschliessenden Schöneicher Satzball konnte KW  durch einen vermeidbaren Fehler nicht mehr egalisieren, so stand es nach insgesamt 62 Minuten 2:1 für die Gastgeber.

Satz 4 entwickelte sich ebenso spannend wie der vorhergehende. Schöneiche führte bereits mit 22:19 eher Basti Mättig zur Aufgabe kam. Mit harten aber gezielten Aufgaben konnte der KWer B-Jugendspieler eine kleine Serie starten und mit 23:22 in Front bringen. Schöneiche glich noch einmal aus, ehe KW diesen Satz noch knapp mit 25:23 für sich entscheiden konnte. Durch diese Aufholjagd war KW nun lautestärkemäßig deutlich überlegen und wollte den Schwung mit in den Tiebreak nehmen.

KW verpasste es jedoch, den Schöneichern weiter sein Spiel aufzudrücken und glänzte stattdessen mit unnötigen Fehlern. So geriet man mit 1:4 schnell ins hintertreffen und wechselte bei 5:8 die Seite. Nach dem 8:8 Ausgleich konnte KW nochmals drei Punkte zum 12:9 nachlegen. Danach ging nur noch eine eigene Annahme verloren und KW konnte den Tiebreak mit 15:13 für sich entscheiden.

Nach dem schnörkellosen 3:0 für den VFH im zweiten Spiel des Tages wollte KW nun nach der Pflicht die Kür angehen. Um nicht detailliert in diesem Bericht auf die Schiedsrichterleistung eingehen zu wollen, sei erwähnt, dass in Spiel Potsdam gegen KW beide Seite gleichmaßen benachteiligt wurden, mal mehr und mal weniger entscheidend.

Im ersten Satz konnte KW von Beginn an gegen lustlose VFH’ler bis zum 20:20 die Führung behaupten. Nach dem Ausgleich setzte der VFH nach und entschie durch einen grandiosen Netz-Abbau-Angriff den Satz mit 25:23 (eigentliche ginge es da bei 24:24 in die Verlängerung). Geschockt von Leistung des Schiris wollten wir in Satz 2 keine Zweifel aufkommen lassen – und es gelang. Es dauerte jedoch bis zum 18:18 eher Björn Heimer zur Aufgabe schreiten durfte. Nach 7 missglückten Versuchen der Potsdamer, den KWer Block zu überwinden, stand es plötzlich 25:18 für KW – 1:1 Ausgleich also.

Was sich jedoch dann in Satz 3 und 4 abspielte, kann man kaum in Worte fassen. Der Höhepunkt war ein von Tilo König „abgewehrter“ Ball in feinster Fussballgrätschmanier – der Ball war natürlich vorher auf dem Boden, prallte dann von Tilos Oberschenkel über das Netz in Mitten der jubelden Potsdamer. Was passiert in so einer Situation? KW bekommt den Punkt. Dennoch reichte die Kraft und die Konzentration nicht mehr. 17:25 und 14:25 die ernüchternde Bilanz von Satz 3 und 4. Mit ein wenig mehr Konzentration wäre auch noch ein zweiter Satz gegen Potsdam drin gewesen.

Für KW spielten: Björn Heimer, Basti Mättig, Patrick Freyer, Daniel Hastreiter, Tilo König, Christian Wilk und Schlafmütze Paul

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